Retargeting

Retargeting ist eine Werbestrategie, bei der du Nutzer erneut ansprichst, die deine Website bereits besucht oder mit deinem Unternehmen interagiert haben. Über Tracking-Pixel auf deiner Website erfasst du diese Besucher – allerdings nur mit deren ausdrücklicher Einwilligung gemäß DSGVO und TDDDG über ein Cookie-Banner. Erst nach Zustimmung spielst du ihnen später gezielt Werbeanzeigen aus – etwa auf Facebook, Instagram oder anderen Plattformen. So bleibst du im Gedächtnis und holst potenzielle Kunden zurück, die beim ersten Besuch noch nicht gekauft oder angefragt haben.

Der Vorteil: Diese Nutzer kennen dich bereits, haben Interesse gezeigt und sind deshalb deutlich empfänglicher für deine Botschaft als völlig kalte Kontakte. Retargeting nutzt diese Vorarbeit und kann die Chance auf Conversion erhöhen.

Warum ist Retargeting für Unternehmen wichtig?

Die wenigsten Besucher kaufen oder kontaktieren dich beim ersten Website-Besuch. Oft braucht es mehrere Kontaktpunkte, bis eine Entscheidung fällt. Ohne Retargeting verlierst du diese Interessenten einfach – mit Retargeting holst du sie gezielt zurück und erinnerst sie an dein Angebot. Das ist deutlich effizienter, als ständig nur neue, unbekannte Zielgruppen anzusprechen.

Gerade im B2B-Bereich, wo Entscheidungsprozesse länger dauern, ist Retargeting ein wertvolles Werkzeug. Du bleibst präsent, baust Vertrauen auf und begleitest potenzielle Kunden durch ihre Entscheidungsphase – ohne aufdringlich zu wirken.

Beispiel: Retargeting in der Praxis

Stell dir vor, ein Maschinenbauer bietet Spezialwerkzeuge an. Ein Produktionsleiter besucht die Website, schaut sich drei Produktseiten an, lädt aber nichts herunter und verlässt die Seite wieder. Über ein Tracking-Pixel – das nur mit Einwilligung via Cookie-Banner geladen wurde – wird dieser Besuch erfasst. In den folgenden Tagen sieht der Produktionsleiter auf LinkedIn und Facebook Anzeigen genau zu diesen Werkzeugen – inklusive Downloadangebot für ein technisches Datenblatt. Beim dritten Kontakt füllt er das Formular aus. Ohne Retargeting wäre dieser Lead möglicherweise verloren gewesen.

Tipps für die Umsetzung

  • Segmentiere deine Zielgruppen: Zeige Besuchern der Startseite andere Anzeigen als Nutzern, die bereits im Warenkorb waren oder ein Whitepaper heruntergeladen haben.
  • Setze Frequenzbegrenzungen: Niemand mag es, zehnmal am Tag dieselbe Anzeige zu sehen. Begrenze die Anzahl der Einblendungen pro Nutzer und Woche.
  • Nutze dynamische Anzeigen: Bei Online-Shops kannst du automatisch genau die Produkte ausspielen, die sich jemand angesehen hat – das erhöht die Relevanz.
  • Achte auf Datenschutz: Retargeting-Pixel dürfen nur mit ausdrücklicher Einwilligung geladen werden. Kläre das mit deinem Cookie-Banner und stelle sicher, dass ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Werbeplattform-Anbieter besteht.

Retargeting ist ein wirksames Instrument, um verlorene Chancen zurückzuholen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du Werbeanzeigen systematisch testest und optimierst, lies unseren Beitrag zu A/B Testing. Verwandt ist auch der Begriff Tracking-Pixel.

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