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Mrz.

Guerilla-Marketing: Aus dem Werbedschungel herausstechen!

gepostet von Sascha Weinrich

guerilla-marketing

Guerilla-Marketing – die etwas andere Art, auf sich aufmersam zu machen

Werfen Sie hierauf einmal einen Blick:

guerillia marketing zaehne

Bildquelle: © www.zielbar.de

Das ist, um es mit einem Wort zu beschreiben: genial.

Es handelt sich hierbei um die Werbekampagne eines Zahnarztes, mit minimalen Kosten und Aufwand, die trotzdem auffällt und effektiv ist. Eine gute Idee und ein bisschen Bastelkunst, mehr braucht es manchmal nicht für gute Werbung, die jedem auffällt und zum Lächeln bringt. Auch große Unternehmen wie Nestlé sind längst auf diese Art Werbung aufmerksam geworden, wie diese beklebte Sitzbank zeigt.

guerillia marketing kitkat

Guerilla-Marketing nennt sich diese Form des Marketings. Das Prinzip dahinter ist einfach, aber von guten Einfällen und kreativen Köpfen abhängig. Es beruht auf unkonventionellen Ideen, die überraschen und begeistern und gründsätzlich für Aufsehen sorgen. Sie lassen sich nicht beliebig wiederholen und leben davon, dass sie in kurzer Zeit viel Aufmerksamkeit erzeugen. Guerilla-Marketing zeichnet sich noch durch eine weitere Eigenschaft aus: Es ist mehr oder weniger kostengünstig, besonders im Vergleich zu langfristigen Werbekampagnen.

Heutzutage bleibt es längst nicht mehr bei beklebten Bänken oder ausgefallenen Abreißzetteln. Der Koppenhagener Zoo hat zum Beispiel einen kompletten Bus beklebt, sodass der Eindruck entsteht, dieser werde von einer überdimensionalen Schlange zerdrückt. Wenn man diesen Bus sieht, muss man auf jeden Fall zweimal hinschauen.

guerillia marketing bus

Der Bus wird einmal beklebt und fährt ein paar Wochen durch Kopenhagen. Einmalige Kosten mit großer Wirkung. Aktionen wie diese fallen in jedem Fall auf, ein Risiko bleibt allerdings immer. Guerilla-Werbung funktioniert wie gesagt nur, wenn sie auffällt, darüber geredet wird oder sie viral geht. Wenn ihre Aktion allerdings negativ aufgenommen wird, haben Sie denselben Effekt. Sie können die losrollende Dampfwalze schlechter Publicity nicht mehr aufhalten. Ein Grund, warum viele Firmen sich mit Guerilla-Marketing schwer tun. Das IT-Unternehmen IBM zum Beispiel hatte im Jahr 2001 Friedenszeichen, Herzen und Pinguine auf die Straßen New Yorks gesprüht, um für Linux zu werben. Dumm nur, dass die Farbe, anders als angenommen, nicht abwaschbar gewesen ist. IBM bekam eine Geldstrafe und trug die Kosten für die Entfernung der Schmierereien.

„Guerilla“ im eigentlichen Sinne ist eine besondere Art der Kriegsführung, bei der kleine Kampfeinheiten den Gegner in seinem Hinterland überraschen und sich anschließend blitzschnell wieder zurückziehen. Guerilla-Marketing funktioniert nicht anders. Man läuft nichts ahnend durch Kopenhagen und sieht plötzlich einen großen, gelben Bus, der scheinbar von einer Schlange zerquetscht wird. Er biegt um die nächste Ecke und ist wieder weg. Das ist unerwartet, sehr auffällig und sorgt in jedem Fall für Gesprächsstoff.

Auf das Wesentliche kommt es an: Auf der Startseite Ihrer Webseite beispielsweise sollten Sie sich nur auf das Wichtigste beschränken. Sie sollte auf keinen Fall zu viele Informationen, Bilder und lange Texte enthalten, denn das führt dazu, dass der Besucher überfordert ist und sich nicht zurechtfindet.