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23
Jun.

Entdecken & nutzen Sie das Neuland Internet

gepostet von Sascha Weinrich

internet neuland

Es ist 5 Jahre her, dass Angela Merkel das Internet als Neuland bezeichnet hat. Was haben wir alle gelacht – schließlich gibt es das öffentliche Internet seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, wir alle tragen es in unserer Hosentasche. 3300 Milliarden Suchanfragen hat Google im Jahr 2016 bearbeitet. Google ist quasi das Synonym für das Internet geworden. Schauen wir uns diese Zahl einmal im Detail an: 3300 Milliarden Google Suchanfragen, das ist die Zahl 33 mit 11 Nullen – 3.300.000.000.000. Es haben 3,5 Milliarden Menschen Zugang zum Internet – nicht alle können Google nutzen, aber gehen wir einfach mal davon aus. Das bedeutet, dass jeder Internetnutzer am Tag 2,5-mal Google nach etwas fragt. Unter uns, ich habe schon 2,5-mal gegoogelt, bevor ich aus dem Bett steige. Aber zurück zum Thema Neuland.

Alle nutzen das Internet, wollen und können es nicht mehr missen und haben, auch wenn es nur in der Stammtischrunde war, über das Merkel-Neuland-Zitat gelacht. Anstatt zu lachen, hätten Sie sich z.B. Fragen sollen, wie eine sonst sehr kluge Frau dazu kommt, etwas dergleichen von sich zu geben. Neuland heißt, man kennt einen Ort noch nicht, er ist noch zu erforschen. Wer darüber lacht, in sein Handy starrt und leicht angetrunken vom Stammtisch den Weg nach Hause googelt, kennt anscheinend das Internet viel besser als Frau Merkel. Und da hake ich jetzt ein.

Warum das Internet auch 2018 Neuland bleiben wird

Internet of Things, Digitalisierung und Industrie 4.0, man hört es überall. Jede Werbeagentur, die auch nur einen halben Entwickler eingestellt hat und jeder noch so kleine Softwareladen muss sich heute mit Begriffen wie dem der Digitalisierung beschäftigen. Doch davon wollen viele alt eingesessene Unternehmen nichts hören. Sie von der Bedeutung der Digitalisierung zu überzeugen gleicht dem Versuch, meinem 8-jährigen Neffen Brokkoli und Pastinake als gesundes Mittagessen anzubieten: Er weiß, dass es seinem Körper guttun würde, er hat aber einfach keinen Bock darauf. Vielleicht liegt es auch an meinen Kochkünsten. Leider trifft diese Ablehnung nicht nur auf meinen Neffen, sondern auch auf 90% Unternehmer und Anbieter von Digitaliserungslösungen zu. Zu eingefahrene Strukturen bei den Unternehmen, wenig fundiertes Know-how bei den Anbietern digitaler Leistungen und wenn doch, dann scheitert der Versuch meistens an der Sturheit der Unternehmer.

Das Internet gleicht einem Stück Papier

Früher war Papier aufwendig herzustellen, kostspielig und nicht für jedermann zu haben. Mittlerweile ist es ein Massenprodukt geworden, was es zu beschreiben und zu bedrucken gilt. Wenn man sagt, dass man mit einem Stück Papier sogar eine Bierflasche öffnen kann, glauben das die wenigsten. Wenn man jedoch die Eigenschaften von Papier kennt und diese für seine Zwecke nutzt und auch ein wenig mutig ist, kann man mit vermeintlich bekannten Sachen viel Neues erreichen. Und jetzt erwarte ich eine Transferleistung von Ihnen. Übertragen Sie die Geschichte und die allgemeine Funktion von Papier auf sich und wie Sie Papier aktuell nutzen. Denken Sie dann weiter, wie Sie das Papier für sich neu nutzen könnten – und diese Art des Denkens überführen Sie in die Internetnutzung.

Neuland Internet muss zum Land der unbegrenzten Möglichkeiten werden – das geht nur, wenn man es bereist!

Die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, macht es für uns alle nicht einfacher. Da wir jedoch stets lösungsorientiert denken, blenden wir das Problem zunächst aus. Begeben wir uns stattdessen auf die Reise ins Neuland. Das Internet ist nicht die Lösung aller Probleme, sondern lediglich ein Hilfsmittel, das es zu nutzen gilt. Es ist so vielfältig, dass man es tatsächlich noch als Neuland bezeichnen kann. Nutzen Sie seine Chancen und sehen Sie es nicht nur als Lesemedium oder Publikationsplattform einer Webseite an.

Ich möchte erst einmal auf 2 Themen eingehen, die jeder kennt, aber kaum nutzt: Ihre Webseite und Ihr Homeoffice.

  1. Webseiten haben und Webseiten nutzen

Ja, ehrlich. Klingt genauso komisch wie Neuland, ist aber Fakt. Jeder hat ein Smartphone, sogar meine fast 80-jährige Oma spielt Candy Crush Saga und ergoogelt sich das neue Sideboard im Flur. Wenn Sie das ebenfalls oder ähnlich machen und irgendwie als Unternehmer/Selbstständiger unterwegs sind und keine Webseite und eventuell sogar keinen Google-Business-Account haben: Fangen Sie sofort genau dort an! Ein Googlemanager sagte letztens auf einer Konferenz: „You take part or you die“. Wenn Sie mir nicht glauben, dann denken Sie bitte an Folgendes: Wann haben Sie das letzte Mal ein Nokia-Handy gekauft? Für alle, die zu jung sind, um diese Marke zu kennen – Nokia war um die Jahrtausendwende die führende Technologiefirma in Sachen Mobiltelefone. Der Markt hat sich gewandelt, wie es Märkte immer tun. Nur Nokia hat es nicht getan. Tschüss Nokia. Wenn ein Technologie-Riese Pleite gehen kann, dann auch Sie. Zurück zur Internetseite. Wir verkaufen zu 90% Webseiten mit CMS – also Webseiten, die unsere Kunden selbst pflegen können. Das ist super für regelmäßige News, die Mitarbeitergewinnung oder zur Ankündigung eines fertig gestelltns Produkts. Raten Sie mal, wie viele Kunden die Seite dann auch wirklich selber bearbeiten? Wenn es hochkommt, sind es 10%. Potential liegt brach. Nutzen Sie das Neuland und gestalten Sie es.

 

Die eigene Webseite nutzen

  • Erlauben Sie Mitarbeitern, Artikel zu schreiben und diese (nach dem Korrekturlesen) online zu stellen. Spricht jeder Mitarbeiter über interessante Bereiche seines Berufsalltags, werden Sie als Profi Ihres Faches wahrgenommen – und das übergreifend über verschiedene Themenfelder.
  • Wenn Sie News haben, stellen Sie diese zeitnah ins Netz und binden Sie sie in Ihren Emailfooter mit einem Link sowie einem kleinen Foto ein – so erzeugen Sie Traffic.
  • Nutzen Sie die Webseite und das CMS, um Angebote online zu stellen, eine PDF Datei für den Download bereit zu stellen oder Kundenstimmen zu präsentieren.

 

  1. Die Chancen von Homeoffice nutzen

Das Internet-Neuland bietet auch über die Büroflächen hinaus große Vorteile und Chancen für Mitarbeiter und Unternehmer, denn mit Möglichkeiten wie Skype und VoIP müssen Sie nicht mehr vor Ort sein, um effizient zu arbeiten. Das Internet hat es längst geschafft, Distanzen aufzulösen und die Berufswelt für einen erfolgreichen Austausch zu vernetzen. Als Arbeitgeber müssen Sie sich lediglich von Ihrem Kontrollzwang und fehlendem Vertrauen verabschieden, um die Potentiale von Homeoffice zu erkennen. Selbstverständlich – und das ist mein Vorschlag – bedarf es immer einer beiderseitigen Vereinbarung, in welcher Form ein Homeoffice durchgeführt werden kann.

 

Welche Vorteile hat Homeoffice für Unternehmer:

  • Kosten sparen dank weniger Bürofläche
  • Mitarbeiterzufriedenheit steigern
  • Mitarbeiterbindung steigern
  • Mitarbeiter arbeiten konzentrierter
  • Unternehmen werden attraktiver
  • Wegfall von Überstunden

 

Welche Vorteile hat Homeoffice für Mitarbeiter:

  • Kosten- und Zeitersparnis z.B. für Pendler
  • Gewonnene Flexibilität
  • Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Steigerung der Produktivität
  • Steigerung von Vertrauen und Wertschätzung

 

Welche Nachteile hat Homeoffice

  • Weniger Teamgefühl
  • Wenig gemeinsame Erlebnisse
  • Fehlender direkter Austausch

 

Dies sind nur zwei Beispiele eines Neulands, das die meisten Unternehmen noch nicht voll ausschöpfen. Ich habe eine kleine Bitte: Sehen auch Sie das Internet als Neuland und entdecken Sie es, gehen Sie auf Reisen! Nur so können Sie die Schätze eines fremden Landes entdecken und es Ihr eigenes nennen! Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat und ich Sie zum Denken anregen konnte, Sie vielleicht den ein oder anderen Denkanstoß benötigen, freue ich mich auf eine Nachricht.

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