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Aug.

Der Wau-Effekt: Warum Hunde am Arbeitsplatz zum Unternehmenswachstum beitragen können

gepostet von Fabiane Müller

Der Wau-Effekt: Warum Hunde am Arbeitsplatz zum Unternehmenswachstum beitragen können

Das Projekt schleicht so dahin, die Nacht war kurz und Motivation findet sich auch nur spärlich. Langsam driften die Gedanken ab. Da stupst eine kalte Nase Ihren Arm an und dunkle, runde Augen starren sie an, bis Sie sich amüsiert ergeben und sich einen Moment nehmen, um den Hund zu streicheln, der Sie aus ihrer Alltagstrance gerissen hat. Schon fallen die Aufgaben viel leichter.

Computer, Laptop und Smartphone gehören heutzutage an jeden Arbeitsplatz. Lediglich neun Prozent der Arbeitnehmer nutzen keine digitale Technik bei ihrer Arbeit, mehr als die Hälfte jedoch immer. Leider ist die psychische Belastung, die daraus entsteht, ständig verfügbar und aktuell zu sein, nicht zu unterschätzen. Die Weltgesundheitsorganisation hat Stress zu einer der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts erklärt. Ansätze, dem entgegenzuwirken, findet man reichlich. Unser Favorit ist aber die Idee, Hunde am Arbeitsplatz zu etablieren.

Die 3 wichtigsten Vorteile  des „Wau-Effekts“

1. Zurück ins Hier und Jetzt

Kein Wunder, dass dem Thema Achtsamkeit eine immer größere Wichtigkeit zugeschrieben wird. Es ist ein Kontrast zum hektischen Lebensstil, zu Multitasking und digitaler Dauerablenkung. Ein Hund kann Ihnen helfen immer wieder in die Gegenwart zu gelangen und sich zu sammeln.

2. Dopamin auf vier Beinen

Unsere Hunde bringen uns im Büro immer wieder zum Lächeln – mit ihrer Nase in einer Tasche nach Leckerlis wühlend oder auch nur auf dem Rücken liegend, alle Viere von sich streckend. Unser Border Collie Luke fordert zudem mehrmals täglich bei allen Kollegen seine Streicheleinheiten ein. Durch das Streicheln eines Hundes wird das Hormon Oxytocin produziert; die Stresshormone Insulin und Cortisol werden gesenkt. Dass sich gute Stimmung ebenfalls auf die Arbeitsleistung der Mitarbeiter auswirkt, muss hoffentlich nicht erwähnt werden.

3. Bewegung und frische Luft

Bewegung ist eins der besten Mittel, um Herzkrankheiten entgegenzusteuern und wirkt sich oft lindernd auf Depressionen oder Burn-Out aus. Mit einem Hund am Arbeitsplatz kommt auch das Gassi Gehen – da gibt es keine Ausreden. Man ist gezwungen, sich zu bewegen, zudem noch an der frischen Luft. Auch bei anfänglicher Unlust: danach lässt es sich direkt viel besser weiterarbeiten.

Luke und Ira: Unsere beiden Stimmungskanonen.

Tierische Mitarbeiter? Erwünscht!

Diese Vorzüge haben viele große Firmen längst erkannt und erlauben Hunde am Arbeitsplatz bereits. Google beispielsweise lässt es weltweit zu, den tierischen besten Freund mitzubringen:

„Google’s affection for our canine friends is an integral facet of our corporate culture. We like cats, but we’re a dog company, so as a general rule we feel cats visiting our offices would be fairly stressed out.“

Auch im Hauptquartier von Amazon in Seattle ist die Mitnahme von Vierbeinern nicht nur gestattet, sondern sogar erwünscht. In der Personaldatenbank der Firma sind 7.000 Mitarbeiter gemeldet, die ihren Hund mit zur Arbeit nehmen. Würden sie das alle am selben Tag tun, läge das Verhältnis „Hund zu Mensch“ bei 7:1.

Fragen kostet nichts

Jetzt liegt es an Ihnen. Fragen Sie Ihren Arbeitsgeber, wie er zum Thema „Hund am Arbeitsplatz“ steht. Er kann entscheiden, wie es gehändelt wird. Einen Anspruch gibt es nicht, es sei denn Sie sind aufgrund einer Behinderung auf eine Begleitung angewiesen.

Hat Ihr Arbeitgeber einem Mitarbeiter erlaubt den Hund mitzubringen, gilt dies auch für alle Mitarbeiter. Dennoch sollten Sie vorher auch Ihre Kollegen fragen, ob es ihnen Recht ist, wenn das Tier Teil des Kollegiums wird. Wir wünschen Ihnen viel Glück – die passenden Argumente haben Sie ja jetzt!